Der Kinderbrillenladen - Informationen

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Viele Kinder brauchen eine Brille.

Mit den Augen erfahren die Kinder ihre Welt am intensivsten. Vom ersten Augenblick an lernen sie durch Sehen und Nachahmen. So ist ein gutes Sehen für Kinder eine der wichtigsten Voraussetzung, um sich ungehindert entwickeln zu können.

Was viele Eltern nicht wissen: Mehr als 30 % aller Kinder brauchen eine Brille. Da sich alles, was kleine Kinder interessiert, in der Nähe abspielt, fällt z.B. Kurzsichtigkeit den Eltern oft erst spät auf. Augenoptiker und Augenärzte raten deshalb allen Eltern: Lassen Sie Ihr Kind möglichst noch vor dem zweiten Lebensjahr untersuchen.

Wissenschaftler stellten fest, dass für jeden fünften Kinderunfall in Deutschland eine unzureichende Sehleistung verantwortlich ist. Kopfschmerzen und ungewöhnliche Müdigkeit sind häufig Zeichen für überanstrengte Augen. Und Kinder, die „mit der Nase“ lesen und schreiben oder immer wieder zu dicht vor dem Fernseher sitzen, brauchen eine Untersuchung beim Augenarzt.

Für die meisten Kinder ist die erste Brille überhaupt kein Problem. Sie merken plötzlich, wie viel besser und schärfer sie durch die Brille sehen. Und viele sind richtig stolz, bedeutet sie doch für sie ein Stück Erwachsensein.


Was macht eine gute Kinderbrille aus?

Die Fassung darf nicht zu groß sein. Sie sollte etwa bis zum Augenbrauenrand reichen und nicht auf den Wangenknochen aufliegen. Sie sollte möglichst leicht, stabil, aus Metall- bei Sonnenbrillen auch eventuell aus Kunststoff- und etwa so breit wie das Gesicht sein.

Der Steg muss individuell der noch flachen kindlichen Nase und die Bügel der Ohranatomie angepasst sein, damit die Brille nicht drückt und dennoch sicher hält und nicht über den Brillenrand geguckt werden kann.

Und für die Gläser gilt:

  • klein
  • dünn
  • leicht und exakt zentriert
  • und nur Gläser aus Kunststoffgläser

weil fast unzerbrechlich.

Damit ein Kind seine Brille wirklich mag, sollte es beim Kauf mitreden dürfen. Wenn es die Fassung - und da gibt es bunte und lustige in großer Auswahl – beim Optiker selbst auswählen kann, ist der Grundstein zu einer wunderbaren Freundschaft mit der Brille schnell gelegt.

Übrigens:
Kinder sollten bei extremen Lichtverhältnissen (Sonne – Schnee – Wasser) Sonnenbrillen tragen.

Wir beraten Sie gerne.


Augen und Brillengläser

Hallo Kinder, wisst ihr eigentlich was Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit ist? Oder warum der Augenarzt immer so komische Zahlen auf das Brillenrezept schreibt?

Hier versuchen wir, das Geheimnis kurz und knapp zu lüften:

Wer keine Brille braucht ist Rechtsichtig.

Bei ihm funktioniert das Auge ähnlich wie eine Kamera. Das Bild der Außenwelt wird durch die Hornhaut, Augenkammer, Pupille, Augenlinse und Glaskörper so gebündelt, dass genau auf der Netzhaut ein scharfes Bild entsteht. Von hier werden die entstandenen Bilder vom Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet. Aus der Kombination der Bilder beider Augen entsteht „ein räumliches Bild“.

Wer prima nah sehen kann, aber weit weg alles verschwommen sieht, ist Kurzsichtig.

Bei ihm werden die Lichtstrahlen so gebündelt, dass sie sich vor der Netzhaut treffen. Dadurch entsteht auf der Netzhaut ein unscharfes Bild – man sieht verschwommen. Das Auge ist dabei nicht etwa „schlechter“ als ein rechtsichtiges Auge – es ist nur länger gebaut.

Der Augenarzt schreibt dann ein Minusglas, z.B. –1,00 auf, damit eine scharfe Abbildung auf der Netzhaut erzeugt wird.

Wer nur unter Anstrengung nah und weit etwas sehen kann ist wahrscheinlich Weitsichtig

Bei ihm werden die Lichtstrahlen so gebündelt, dass sie sich theoretisch erst hinter der Netzhaut treffen. Auch bei diesem Auge entsteht ein verschwommenes Bild auf der Netzhaut. Ein schwach übersichtiges Auge kann diesen Fehler aber durch eine stärkere Krümmung der Augenlinse ausgleichen. Sollten jedoch Beschwerden, wie z.B. ein Spannungs- und Druckgefühl zwischen den Augen, Brennen, Tränen oder gar Kopfschmerzen auftreten, muss die Übersichtigkeit durch eine Brille ausgeglichen werden.

Der Augenarzt schreib dann ein Plusglas, z.B. +1,00 auf, damit ohne Anstrengung eine scharfe Abbildung auf der Netzhaut entsteht.